Du befindest dich wieder einmal in deiner Männerhöhle, sitzt auf der Werkbank und denkst über dein nächstes Projekt nach. Eine genaue Idee hast du noch nicht. Es soll lediglich wieder einmal etwas mit Holz zu tun haben. Nachdem dir auch nach mehreren Minuten grübeln nichts einfällt, beschliesst du erst einmal nicht weiter darüber nachzudenken und nach Hause zu gehen. Als erfahrener Heimwerkerking weisst du genau, dass die besten Ideen nicht beim Nachdenken entstehen, sondern vermeintlich spontan beim Mountainbiken oder bei der Autofahrt auftauchen.

Du stützt dich mit beiden Händen auf die Tischplatte der Werkbank und schwingst dich lässig nach vorne. Gekonnt landest du auf beiden Beinen und machst dich auf den Weg zur Tür. Beim Drücken der Türfalle bemerkst du ein Stechen auf der Innenflächen deiner rechten Hand. Als du nachsiehst wo der Schmerz herkommt, bemerkst du den kleinen Holzsplitter unter der Hautschicht. Leider funktioniert das Herauspuhlen mit den Zähnen nicht und du machst dich auf die Suche nach der Pinzette, die hier noch irgendwo liegen müsste. Als erstes durchkämmst du die einzelnen Schubladen unter deiner Werkbank. Dabei fällt dir auf, dass die Werkbank mittlerweile ganz schön mitgenommen aussieht. In deinen Kopf sagt eine Stimme: «Kein Wunder bei all dem was sie schon gesehen hat.» Ein Lächeln zeichnet dein Gesicht und schwelgst ein wenig in Erinnerungen. Und dann Zack ist sie da. Die Idee für dein nächstes Projekt. Du bringst deine Werkbank wieder auf Vordermann. Leider ist es dafür heute schon zu spät und ausserdem musst du morgen wieder arbeiten. Du vertagst das Vorhaben auf das nächste Wochenende.

Samstag, 8 Uhr, Kaffee in der linken Hand, Werkstattschlüssel in der rechten. Du öffnest die Tür und trittst ein. Wie gewohnt erst einmal die Musik einschalten und den Kaffee geniessen. Dabei machst du dir im Kopf einen Plan wie du vorgehen möchtest. Eigentlich gibt es für dich dafür nur eine logische Vorgehensweise: Demontieren, Tischplatte schleifen, Schutzanstrich aufbringen, trocknen und wieder montieren.

Die Demontage der Tischplatte ist mit dem Lösen von sechs Schrauben auch schon erledigt. Da die Platte nun von beiden Seiten mit dem Exzenterschleifer bearbeitet werden muss, legst du sie auf zwei Klappböcke. Ein gleichmässiges Schliffbild hinzubekommen ist anfänglich gar nicht so einfach. Nach ein paar Minuten Schleifen und experimentieren mit der Drehzahl und dem Druck, hast du den Bogen allerdings  raus. Nach circa einer Stunde schleifen sehen beide Seiten der Arbeitsplatte fast wieder aus wie neu. Nun geht es an die Beseitigung des Holzstaubs. Diesen entfernst du mit einem Staubsauger. Anschliessend erhält die Tischplatte eine Oberflächenbehandlung. Hier stellt sich die Frage: Die Werkbank ölen oder lackieren? Du hast dich für lackieren mit Parkettlack entschieden. Da dieser sehr widerstandsfähig ist und das Holz zuverlässig schützt. Alternativ könnte man die Tischplatte auch mit  Leinöl oder ähnlichem einölen. Dies geht schneller, bietet jedoch nicht den gleichen Schutz. Vor dem eigentlichen Lackieren steht erst einmal das Grundieren auf dem Programm. Nach einer Trockenzeit von ein paar Stunden, folgt der erste Zwischenschliff. Anschliessend geht es wie folgt weiter: Reinigen, lackieren, trocknen, schleifen, reinigen, 2. Schicht lackieren, trocknen, fertig. Die Tischplatte ist kaum wiederzuerkennen und der Unterschied zu vorher ist immens. In der Zwischenzeit ist es Sonntagabend und das Wochenende ist schon fast gelaufen. Du lässt es dir jedoch nicht nehmen die Werkbank wieder zu vervollständigen. Nach getaner Arbeit trittst du ein paar Schritte zurück und begutachtest voller Stolz dein Werk.

Das Instandsetzen der Werkbank hat einiges an Zeit in Anspruch genommen und du möchtest dies möglichst lange nicht wiederholen. Daher überlegst du dir was man tun könnte um diesen Zustand möglichst lange zu erhalten.

Auf Anhieb fallen dir ein paar Sachen ein:

  • Verwenden von Gummi- oder Kunststoffunterlagen
  • Flüssigkeiten sofort aufwischen
  • Schwere Gegenstände sachte auf den Tisch legen
  • Nach dem Gebrauch die Tischplatte mit einem Lappen reinigen

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